Kuchen und Gebäck
- Guglhupf
- Möhrenkuchen mit Frosting
- Rhabarber-Apfel-Kuchen
- Rhabarber-Kuchen
- Rhabarerkuchen mit Marzipan
- Rhabarber-Muffins
- Pumpkin-Pie
- Tarte aux abricots
- Tartelettes mit frischen Erdbeeren und Vanillepudding
- Haselnusskranz
- Mondrian-Kuchen
- Blätterteig-Teilchen mit Pudding, Rhabarber und Erdbeeren
- Apfel-Tart auf dem Blech
- Versunkener Apfelkuchen
- Lemon-Tart
- Mürbeteig-Apfeltart
- Obst-Kuchen auf Quark-Öl-Teig
- Aprikosen-Tart mit Mürbeteig
- Kalter Hund
Eine wunderbare Patisserie auf der Rue Nationale 20 (Hauptstraße) in Wissembourg
Unser Gugelhupf in Oberhausen 2019
Gugelhupf
In der Duden-Schreibweise ist der Gugelhupf maskulin; im Plural heißt es die Gugelhupfe. Nach Wikipedia beruht das „h“ in Gugelhupf auf einer Übertragung des Dialektes ins Hochdeutsche, deutet aber nicht auf „Hüpfen“. Im Dialekt wird das Wort noch heute oft Gug'lupf ausgesprochen. Man findet viele weitere Schreibweisen: Guglhupf, Guglhopf, Kugelhopf, Kuglhupf, Kuglhupf oder französisch Kougel- oder Gougelhof und in den USA Kouglof. Es ist umstritten, woher der Name Gugelhupf stammt und wie die „richtige“ Schreibweise lautet. Angeblich wurde der Kuchen nach dem Orden der Kapuziner Mönche benannt. Die Kapuze der Ordenskutte heißt "Gugel". Andere meinen, dass der Kuchen seinen Namen der Tatsache zu verdanken habe, dass der Teig beim Backen "wie eine Kugel aufhupft". Wieder andere sagen, dass die Bezeichnung Gugelhupf vom Lupfen des Gugels stammt, also dem Hochheben des rundlichen Napfes oder Kessels (Kugel, Kogel, Kogge), nachdem der fertig gebackene Kuchen umgedreht wurde.
Es gibt zahlreiche süße und herzhafte Gugelhupf-Rezepte, alleine bei www.chefkoch.de sind 813 (!) beschrieben und bei www.amazon.de werden mehr als 50 Backbücher zum Gugelhupf angeboten. Hier eine vereinfachte Version eines Rezepts von Wolfgang Siebeck, das ich von Stefan bekommen hatte. Siebeck hat sein Rezept selbst vielfach variiert, in der unten angefügten Literatur kann man dies nachlesen. Stefan hatte das Originalrezept bei unserem Treffen 2019 als Dessert gebacken. Man behält den Duft im Kopf, bis man sich endlich selbst ab das Rezept macht, um den wunderbaren Duft auch im eigenen Haus zu haben. Wir haben Trockenhefe statt Frischhefe genommen, da wir den Gugelhupf ohne Vorplanung am Sonntagnachmittag gebacken haben. Hat auch so gut geklappt.
Rezept
50 ml Wasser, 50 ml Rum und 30 g Zucker aufkochen und darin die die hellen Rosinen für 2-24 h einlegen. Weitere Zutaten: 500 g Mehl, 10 g Salz, 75 g Zucker, 2 Eier, 200 g Butter, 200 ml Milch, 10 g Trockenhefe (1,5 Päckchen zu je 7 g), 80 g helle Rosinen, 50 g gehobelte Mandeln.
Mehl, Zucker, Salz und Trockenhefe im Topf der Küchenmaschine mischen. Dann die Eier, die lauwarme Milch und die weiche Butter dazugeben. Mit der Küchenmaschine auf mittlerer Stärke mit dem Haken durchkneten, bis der Teig einheitlich geknetet ist (ca. 5 min). Den Teig mit einem Tuch bedecken und für ca. 45 Minuten warm stellen (40 Grad im Backofen). Wenn er gut aufgegangen ist, auf einem gemehlten Brett (30 x 35 cm) weiterbearbeiten. Klebrig ist der Teig wohl immer. Wenn er zu klebrig und weich ist, etwas Mehl einarbeiten und auf 30 x 35 cm ausrollen (ist eher ein Auskneten). Dann die (gut abgetropften und mit wenig Mehl bestäubten) Rosinen und die Mandelsplitter gleichmäßig auf dem Teig verteilen und den Teig einrollen; so verteilen sich die Rosinen sehr gleichmäßig. Die Gugelhupfform gut mit Butter einfetten und mit etwas Mehl einstäuben. Oben in die Form ganze Mandeln einlegen (ist beim Backen natürlich unten). Bei uns braucht man dafür 16 Mandeln. Anschließend den Teig in die Gugelhupfform einlegen, ca. 35 cm Länge passt bei uns ganz gut, so dass sich die Enden der Rolle in der Form wieder treffen. Anschließend bei 175 Grad Umluft für 55-60 min backen, bis die Kruste mittel- bis dunkelbraun ist. Die Küche beginnt schon nach wenigen Minuten zu duften! Die Form aus dem Ofen holen und umdrehen, aber noch in der Form lassen. Kurz (5-10 min) abkühlen lassen, dann zieht sich der Kuchen zusammen und man kann ihn problemlos aus der Form nehmen. Je nach Geschmack mit wenig Puderzucker bestäuben und noch warm essen. Dazu passt ein Gewürztraminer aus der Pfalz oder aus dem Elsass. Schmeckt auch erkaltet noch gut am nächsten Tag. Den Rest haben wir dann mit Obst und Käse genossen.
Literatur
www.duden.de. Accessed 20.6.2019.
www.wikipedia.org. Accessed 20.6.2019.
www.chefkoch.de. Accessed 4.4.2020.
www. amazon.de. Accessed 4.4.2020.
Wolfram Siebecks Kochschule für Anspruchsvolle. Henye Verlag 1990.
www.zeit.de/2003/49/Siebeck_2fKolumne_Backen. Accessed 4.4.2020.
wo-isst-siebeck.de/willkommen-wolfram-siebeck/. Accessed 4.4.2020.
Möhrenkuchen mit Frosting
Wir kennen den Kuchen zum einem aus unserem Vorleben in den USA, wo das richtige und reichliche Frosting entscheidend ist und zum anderen aus Skiurlauben in den Alpen, wo der Kuchen Rüblitorte heißt und eine Nussbetonung mit wenig oder ohne Frosting hat. Unsere Familie hat das Rezept in den letzten dreißig Jahren mehrfach variiert, hier die Familien-Variante vom Ostersonntag 2020:
Möhrenkuchen mit Fosting
Zutaten
Für den Teig
- 250 g Zucker
- 6 Eier (trennen)
- 400 g geraspelte Möhren
- 200 g gemahlene Haselnüsse
- 100 g gemahlene Mandeln
- 6 Zwieback, in feinste Brösel zermahlen
- 60 g Mehl
- 1 ½ Pk. Backpulver
- 1 EL Zitronensaft
Für das Frosting
- 60 Butter
- 250 g Frischkäse
- 250 g Puderzucker
- 1 Pk. Vanillezucker
- Abrieb einer Zitrone
Zubereitung
Zucker und Eigelb schaumig schlagen. Möhren, Mandeln, Nüsse, Backpulver, Mehl, Zwiebackbrösel und Zitronensaft hinzugeben und unterrühren. Eiweiß steif schlagen und Eischnee unter die Masse heben. In gebutterte 26er Springform füllen.
In dem auf 160 °C Umluft vorgeheizten Backofen über 40-50 min backen. Man sollte eine Stäbchenprobe machen und die Erfahrungswerte mit dem eigenen Backofen berücksichtigen. Kuchen abkühlen lassen, dann die Springform entfernen.
Für das Frosting Frischkäse und fein geschabte kalte Butter ohne Krümel glatt verrühren und sieben. Danach Puderzucker, Zitronenabrieb und Vanillezucker einarbeiten.
Den abgekühlten Kuchen in der Mitte in zwei gleichgroße Kreise teilen und etwa 0,5 cm Frosting dazwischen füllen. Das restliche Frosting auf Oberfläche und Seiten mit glattem großen Spatel oder Messer gleichmäßig verteilen. Mit Marzipanmöhrchen und -hasen dekorieren.
Zu Ostern 2025 haben wir das Frosting-Rezept für den Möhrenkuchen wie folgt verändert:
Zutaten für das Frosting
- 100 g weiche Butter
- 225 g Frischkäse
- 150 g Puderzucker
- 1 EL Zitronensaft
- 1 Prise Salz
Die Zubereitung erfolgt wie oben beschrieben. In der neuen Variante ist das Frosting etwas weniger süß und man kann es besser und glatter verstreichen, da Zitronensaft statt Abrieb verwendet wird.
Rhabarber-Apfel-Kuchen
Zutaten für ein Blech
- 6 Stangen Rhabarber
- 4 große leicht säuerliche Äpfel, z. B. Elstar
- 400 g Mehl
- 3 gestrichene TL Backpulver
- 200 g weiche Butter
- 160 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 ½ Päckchen Vanillezucker
- 4 Eier
- Abrieb einer halben Zitrone
- 125 ml lauwarme Milch
- 4-5 EL Rhabarber-Marmelade
Zubereitung
Rhabarber gut waschen und in 1 cm große Stücke schneiden. Äpfel schälen und entkernen, dann in 1 cm breite Scheiben schneiden. Backofen auf 165 Grad Umluft vorheizen.
Mehl mit Backpulver vermischen. Weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitronenabrieb cremig rühren. Eier nach und nach untermischen und die Masse mit Küchenmaschine schaumig rühren. Mehl und Milch abwechselnd einrühren. Teig auf Backblech verstreichen. Abwechselnd Streifen von Rhabarber- und Apfelspalten auf den Teig legen, bis er vollständig mit Obst belegt ist.
Für 50 min bei 165 Grad backen. Dann herausholen und die Oberfläche mit der Marmelade bestreichen. Dann nochmals bei 180 Grad für 5-10 min backen bis die Oberfläche leicht gebräunt ist.
Rhabarber-Kuchen
Wenn man beim vorherigen Apfel-Rhabarber-Kuchen die Äpfel wegläßt und stattdessen die doppelte Menge Rhabarber nimmt, kann man einen saftigen Rhabarber-Kuchen backen. Alle anderen Hinweise zu Zutaten und Zubereitung bleiben unverändert.
Die Menge der aufgestrichenen Marmelade bestimmt die Süße des Kuchens. WIr haben es beim o.g. Rezept mit 4-5 EL belassen, man könnte den Kuchen mit mehr Marmelade aber leicht etwas süßer machen.
Den Kuchen sollte man über Nacht nur leicht abdecken. Er bleibt auch dann noch 1-2 Tage saftig.
Das Bild zeigt den Kuchen vor dem Backen und vor dem Aufstreichen des Marmelade. Für Super-Ästheten könnte man die Rharaberstücke sicher in noch gleichmäßigere Stücke schneiden.
Rhabarberkuchen mit Marzipan
Dieses Rezept haben wir modifiziert von einem Rezept in Essen und Trinken aus dem Jahr 2022.
Wir haben das dort empfohlenen Baiser weggelassen und den Zucker und das Bittermandelöl reduziert sowie die Backzeit verlängert. Wir haben dazu Vanilleeis serviert.
Zutaten
- 750 g Rhabarber
- 230 g weiche Butter
- 200 g Marzipan
- 80 g Zucker
- 4 Eier
- 2 Tropfen Bittermandelöl
- 90 ml Milch
- 400 g Mehl
- ½ Päckchen Backpulver
Zubereitung
Rhabarber waschen und die faserigen Teile schälen. In 3 cm lange Stücke schneiden. Butter, Marzipan und Zucker in Rührschüssel mit dem Handmixer schaumig schlagen. Eier nacheinander in die Masse einrühren. Dann Milch und Bittermandelöl unterrühren. Mehl und Backpulver mischen, sieben und portionsweise unter der Masse heben. Gebuttertes Backblech mit etwas Mehl bestäuben und Teig mit Spatel gleichmäßig auf dem Blech verteilen. Rhabarberstücke in Reihen „schön“ auf den Teig legen. Bei 160 Grad Umluft für 50 min in der Ofenmitte backen. Über 2 Tage locker abgedeckt lassen und er schmeckt wie am ersten Tag - so lange hält er hier aber nicht.
Rhabarber-Muffins
Zutaten für 12 Muffinförmchen:
- 500 g Rhabarber
- 250 g Mehl
- 125 g weiche Butter
- 125 g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 1 gestr. TL Backpulver
- 3 Eier
- 2 EL Grand Marnier
- 3 EL Milch
Zubereitung
Rhabarber waschen, die faserigen Anteile schälen und in 1 cm große Stücke schneiden. Muffinform gut einfetten. Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. Butter mit Rührstab geschmeidig rühren. Zucker, Vanille-Zucker und Salz nach und nach unter Rühren hinzufügen. Jedes Ei 30 Sekunden auf höchster Stufe unterrühren. Mehl sieben, mit Backpulver mischen und abwechselnd mit Grand Marnier und Milch auf mittlerer Stufe unterrühren. Die Hälfte der Rhabarberstücke unterheben. Den Teig auf 12 Muffinförmchen verteilen. Die übrigen Rhabarberstückchen darauf verteilen und leicht eindrücken. Die Form auf dem Rost ins untere Drittel des Backofens schieben und für 25-30 Minuten bei 160°C Umluft backen. Rhabarber-Muffins aus dem Ofen holen und 10 Minuten abkühlen lassen. Dann aus der Form lösen und auf einem Kuchenrost erkalten lassen.
Pumpkin-Pie
Zum Thanksgiving-Dinner gehören neben Turkey, Gravy und Mashed Potatoes auch Pumpkin-Pie. Hier ein klassisches Rezept, wie es in den USA zu Thanksgiving an einem einzigen Tag mehr als 50 Millionen Mal gebacken wird. Ähnlich beliebt ist der Pie auch zu Weihnachten. Der National Pumpkin Pie Day fällt auf den 25. Dezember. Praktisch alle Rezepte verwenden Kürbisfleisch aus der Dose und kein frisches Kürbisfleisch; dem sollte man unbedingt folgen. Der absolute Marktführer ist “Libby's Canned Pumpkin Puree”; man benötigt genau eine Dose zu 425 ml. Umstritten ist, ob man wirklich Kondensmilch verwenden sollte; ich mag dies im Gegensatz zu vielen anderen. Für den Mainstream sind statt der Kondensmilch Milch und Sahne besser akzeptabel (s.u.).
Zutaten
Für den Boden:
- 250 g Mehl
- 1 TL Salz
- 150 g Butter, kalte
- 60 ml Wasser, eiskaltes
Für die Füllung:
- 150 g Zucker
- ½ TL Salz
- ½ TL Zimt, gemahlen
- ½ TL Ingwer, gemahlen
- ¼ TL Nelkenpulver
- ½ TL Piment, gemahlen
- ¼ TL Muskat, gerieben
- 3 frische Eier, leicht geschlagen
- 425 g Kürbisfleisch, gekocht und püriert (s.o.)
- 1-2 EL Calvados
- 330 ml Kondensmilch (alternativ je 160 g Milch und 160 g Sahne)
Dazu ggf. Schlagsahne oder Vanille-Eis
Zubereitung
In einer großen Schüssel Mehl und Salz vermischen, kalte Butter in Stückchen hineingeben. In den Teig nach und nach esslöffelweise eiskaltes Wasser hinzugeben. Masse so lange kneten, bis sie sich zu einer Kugel formen lässt. Den Teig für 30 min im Kühlschrank kalt stellen.
Den Teig aus dem Kühlschrank auf bemehltem Brett mit Nudelholz zu einem Kreis von 25 cm Durchmesser ausrollen und in die gefettete Pie-Form (23 cm) geben, es ergibt sich also ein Rand der gleichmäßig hochgezogen wird.
Ofen auf 220°C vorheizen möglichst mit Unterhitze (sonst Ober-/Unterhitze).
Zucker, Salz, Zimt, Ingwer, Nelkenpulver, Piment und Muskatnuss in einer kleinen Schüssel vermischen. Die leicht geschlagenen Eier und den Calvados hinzugeben. Danach das Kürbispüree und die Zucker-Gewürzmischung hinzufügen und verrühren. Die Kondensmilch nach und nach hinzugeben und alles vermischen. Die Kürbismischung in die Form gießen; es darf nichts überlaufen.
Die Form in den Ofen stellen und für 15 min bei 220 °C backen. Temperatur dann auch auf 180°C reduzieren und den Pie für weitere 40-45 min backen. Stäbchenprobe machen. Wenn nichts mehr am Stäbchen klebt, Pie aus dem Ofen nehmen und in der Form auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Man kann den Pie mit Schlagsahne oder Vanilleeis servieren. Ich mag ihn am liebsten pur – er ist eh süß genug.
Tarte aux abricots – Aprikosen-Tarte
Wir haben das aus dem Elsass stammende Rezept abgewandelt, so dass die Tarte weniger süß wird als es die Franzosen mögen. Wer es süßer mag, kann den Zucker um 30 % erhöhen und zum Schluss noch 50 g Zucker zusätzlich zur Marmelade auf die Oberfläche streuen.
Zutaten
- 800 g reife Aprikosen
- 250 g Mehl
- 125 g kalte Butter
- 80 g Zucker
- 4-5 EL Aprikosenmarmelade
- 1 Ei
- 3 EL Creme fraiche
- 2 Prisen Salz
- 2 EL Milch
je nach Wunsch
- Schlagesahne
- Vanilleeis
Zubereitung
Mehl sieben und in einem Ring auf Backbrett anordnen, so dass ein Loch in der Mitte bleibt, in das Ei, Creme fraiche, Salz und Zucker hineinkommen. Die Butter in kleinen Stücken auf das Mehl verteilen und das Ganze wie einen Mürbeteig rasch kneten, so dass der Teig kalt bleibt. Die Teigkugel 1 h im Kühlschrank ruhen lassen. Etwas Teig beiseite stellen, damit man die Oberfläche später dekorieren kann. Wir haben dies mit Ausstechförmchen gemacht, die mit Milch bestrichen wurden. Den Teig auf 26 cm Durchmesser ausrollen und ihn in eine 24 cm große Tarte-Form legen, so dass ein Rand von 1 cm hochgeklappt werden kann. Die Aprikosen entkernen, halbieren und mit der offenen Seite nach oben eng aneinander auf den Teig legen. Im auf 170 °C Umluft vorgeheizten Ofen insgesamt 30 min backen. Nach 20 min Tarte mit Aprikosenmarmelade bestreichen und wieder in den Ofen stellen. In den letzten 1-2 min Grill anstellen, so dass die Oberfläche etwas karamellisiert wird.
Abkühlen lassen und aus der Form nehmen. Schmeckt auch mit Schlagsahne und Vanilleeis.
Tartelettes/Tarte mit frischen Erdbeeren und Vanillepudding
Zutaten für 12 Tartelettes oder 6 Tartelettes und eine Tarteform (22 cm)
- 240 g Mehl
- 60 g gemahlene Mandeln
- 30 g gemahlene Haselnüsse
- 150 g kalte Butter
- 50 g Zucker
- 1 Ei
- 1 EL Backpulver
- Prise Salz
- 2 EL kaltes Wasser
Zutaten für die Füllung
- 500 g Erdbeeren
- 1 Packung Vanillepuddingpulver
- Milch je nach Puddingrezept
- 1 Tüte Vanillezucker
Zubereitung
Mehl, Mandeln, Haselnüsse, Backpulver, Salz und Zucker mischen. In der Mitte eine Mulde für das Ei bilden. Die kalte Butter in kleinen Stücken auf dem Rand verteilen und alles zügig mit kalten Händen zu einem glatten Teig kneten. Zwischendurch 2 EL kaltes Wasser einarbeiten. Teig kommt für 1 h in Frischhaltefolie in den Kühlschrank.
Die Tartelette-/Tarte-Formen einfetten und -mehlen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ausrollen, so dass er gut in die Formen passt und noch einen kleinen Rand hat. Tartelettes bzw. Tarte bei 160 Grad Umluft 20 min backen, danach auskühlen lassen.
Vanillepudding nach Anweisung herstellen und auf Tartelettes bzw. Tarte gleichmäßig verteilen.
Erdbeeren waschen und halbieren. Dann die halbierten Erdbeeren mit der runden Seite nach oben auf Tartelettes bzw. Tarte so eng verteilen, so dass kaum noch Pudding zu sehen ist.
Haselnusskranz
Haselnusskranz
Teig
450 g Mehl
10 g Backpulver (Backin)
1,5 Päckchen Vanillezucker
1,5 Eier
3 EL Milch
120 g Zucker
190 g kühle Butter, in kleine Stücke geschnitten
Füllung
350 g gemahlene Haselnüsse
150 g Honig
5 Tropfen Bittermandelöl
2 Eiweiß
1 Eigelb
Zum Bestreichen
1 Eigelb
Zubereitung
Alle Zutaten mit Knethaken und dann per Hand zu einem Teig kneten. Anschließend zu einem Rechteck von ca. 40 x 50 cm ausrollen. Die Füllung mit so viel Wasser verrühren, dass eine geschmeidige Masse entsteht. Die Füllung mit einem Spatel auf dem ausgerollten Teig gleichmäßig verteilen. Das Rechteck danach von der längeren Seite einrollen und zu einem runden Kranz formen. Den Kranz außen mit scharfem Messer ca. 8-mal ungefähr 3 cm lang und 3-4 mm tief einschneiden, mit Eigelb bestreichen, auf Backfolie legen und bei 165 Grad Umluft für ca. 45 min backen.
Mondrian-Kuchen
Für diesen Kuchen kann man einfachen Teig wie für einen Zitronenkuchen verwenden. Für die anschließende Verzierung ist eine gewisse künstlerische Neigung hilfreich. Verwenden kann man mit Lebensmittelfarbe eingefärbten Zuckerguss oder auch Rollfondant, den es schon fertig in verschiedenen Farben zu kaufen gibt. Fondant schmeckt besser als Zuckerguss. Statt Mondrian kann man auch beliebige andere Vorlagen wie von Dali oder Klee nehmen.
Blätterteig-Teilchen mit Pudding, Rhabarber und Erdbeeren
Blätterteig-Teilchen mit Pudding, Rhabarber und Erdbeeren
Die Grundstruktur des Rezepts haben wir einem Rezept des Dr. Oetker-Backclubs entnommen. Dieses entspricht am ehesten der u. g. Variante 1. Die weiteren Varianten haben wir angepasst. Im Originalrezept werden die Erdbeeren mit Aprikosenmarmelade bestrichen, was uns zu süß war.
Zutaten
- 200 ml Milch
- 100 ml Sahne
- 1 Päckchen Cremepudding Bourbon-Vanille
- Blätterteig für zehn 12 x 12 cm große Quadrate
- 300 g Erdbeeren
- 400 g Rhabarber
- 2 EL frischer Zitronensaft
- 1 Tütchen Vanillezucker
- 30 g Zucker
Zubereitung
Milch und Sahne aufkochen. Topf vom Herd nehmen. Pulver unter Rühren mit Schneebesen zufügen und 1 min kräftig weiterrühren. Cremepudding 3 min stehen lassen, dann nochmals kräftig durchrühren. Pudding erkalten lassen, zwischendurch umrühren, so dass sich keine Haut bildet. Man kann auch ein anderes Puddingrezept nehmen.
Backblech mit Backpapier belegen. Backofen auf 200 °C Heißluft vorheizen.
Erdbeeren waschen, putzen und vierteln (falls die sehr groß sind achteln). Erdbeeren mit 1 Tütchen Vanillezucker und 1 EL Zitronensaft mischen und 30 min ziehen lassen.
10 Blätterteigplatten in 6 Quadrate von etwa 12 x 12 cm schneiden oder gleich 12 x 12 cm große Quadrate kaufen. Die Ränder der Teigquadrate ca. 1.5 cm nach innen klappen, so dass ein quadratischen Teigstück mit Rand entsteht, der fest andrückt wird, so dass später kein Inhalt über den Rand läuft. Besser eher etwas mehr Teig umklappen und den Rand etwas höher machen, was es auch erleichtert, ähnlich große und gleichmäßige Quadrate zu formen. Auf den Fotos sieht man, wie unterschiedlich die Quadrate aussehen können und dass die kleineren gleichmäßiger ausfallen.
... Zubereitung
Teigquadrate mit Pudding und ggf. weiterem Inhalt füllen (Varianten 1-4), auf das Backblech legen und 15 min backen. Anschließend die Quadrate mit dem Backpapier auf Kuchengitter ziehen und abkühlen lassen. Danach nach Gusto belegen (u.g. Varianten 1-4).
400 g Rhabarber waschen, Enden abschneiden und in 2 cm lange Stücke schneiden. Wenn die Rhabarberstangen sehr dick sind, zuvor der Länge nach teilen. Topf mit Rhabarber, 100 Wasser, 1 EL Zitronensaft und 30 g Zucker 2-3 min aufkochen und den Pürierstab 10 sec hineinhalten, so dass die meisten Rhabarberstücke noch in der Struktur erhalten bleiben und gleichzeitig etwas Püree entsteht.
Davon 1/3 Hälfte für die Variante 2 wegstellen. Von dem im Topf verbliebenen Rhabarbers haben 2/3 wir für weitere Varianten mit dem Pürierstab nochmals 30 sec püriert und weitere 2-3 min aufgekocht, so dass ein Rhabarberpüree ohne größere Fruchtstücke entsteht.
- Variante 1. Teigquadrate nur mit Pudding belegt backen und nach dem Backen frische geviertelte, leicht gezuckerte Erdbeeren auf den Pudding legen.
- Variante 2. Teigquadrate mit Pudding belegen, darauf 5-6 Rhabarberstücke (+ etwas Püree) anordnen und backen.
- Variante 3. Teigquadrate mit Pudding belegen und darauf Rhabarberpüree (ohne Stücke) verteilen und backen. Nach dem Backen den Pudding mit einzelnen frisch geviertelten, leicht gezuckerten Erdbeeren dekorieren.
- Variante 4. Teigquadrate nur mit Pudding belegt backen. Nach dem Backen Rhabarberpüree auf den Pudding verteilen und darauf einzelne frisch geviertelte, leicht gezuckerte Erdbeeren dekorieren.
Uns am besten geschmeckt haben Varianten 1 und 2. Die Teilchen schmecken 30-60 min nach dem Backen am besten; am nächsten Tag sind sie noch lecker, aber nicht mehr knusprig.
Apfel-Tart
Grundzüge des Rezepts stammen aus dem „Apfelsorten-Backbuch“ von Keda Black, erschienen im Thorbecke-Verlag 2016. Wir haben das Rezept in einigen Punkten verändert. Man kann eine klassische runde Tartform nehmen oder auch ein ganzes Backblech.
Zutaten
Mürbeteig
für ein ganzes Backblech, für eine runde Tartform reicht 2/3 der Menge
- 400 g Mehl
- 200 g Butter
- 2 Prisen Salz
Belag
- 8-9 mittelgroße Äpfel, z. B. Elstar
- 100 g Zucker
- Apfelkuchengewürz
(Vanille, Zimt, etc.) - 200 g Mandelblättchen
- 1 Eiweiß
- Butter zum Einfetten des Backblechs
Zubereitung
Mehl und Salz mit Knethaken in Küchenmaschine mischen, dann kalte Butter in kleinen Stücken unter Kneten auf geringer Stufe hinzugeben, bis ein krümeliger Teig entsteht. Dann 5-6 EL eiskaltes Wasser hinzugeben und vorsichtig einarbeiten, bis ein Teig entsteht, den man mit der Hand formen kann. Der Teig sollte an dieser Stelle aber nicht weiter geknetet werden. Teig in Frischehaltefolie für 30-40 min in den Kühlschrank legen.
Äpfel waschen, schälen, vierteln und Kerngehäuse entfernen. Später die Viertel in schmale Streifen schneiden, um damit das Blech zu belegen.
Die Schalen und das Kerngehäuse von den Kernen und Stielen befreien und mit 100 g Zucker sowie 150 ml Wasser über 40 min einköcheln lassen. Dann absieben und Flüssigkeit bis zum leichtem Sirup einreduzieren, zwischendurch mit Apfelkuchengewürz abschmecken.
Backofen auf 170 Grad Umluft vorheizen.
Backblech buttern. Teig ausrollen, so dass er auf das Blech passt und noch ein Rand von 1-2 cm bleibt, den man hochschlägt, so dass später eine schöne Kruste entsteht. Teig mit der Gabel ein paar Mal einstechen und anschließend mit dem Eiweiß bestreichen.
200 g Mandelblättchen in einer beschichteten Pfanne ohne Fett kurz anrösten bis zur einer leichten Bräunung (s. Foto). Die Mandelblättchen dann auf dem Teig verteilen und anschließend mit den Apfelspalten vollständig belegen. Die Äpfel danach mit dem Sirup bestreichen.
Bei 170 Grad Umluft ca. 45 min backen, bis die Äpfel weich und goldbraun sind. Leicht gezuckerte Schlagsahne schmeckt gut dazu.
Versunkener Apfelkuchen
Zutaten
- 130 g Butter (Zimmertemperatur)
davon 5 g zum Fetten der Form
- 125 g Zucker
- 150 g Mehl
- 1 TL Backpulver
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 3 Eier
- 4 Äpfel
- Etwas Puderzucker
- Backpapier
- Schlagsahne
Zubereitung (1)
Die Eier werden mit Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig gerührt; dann wird die Butter untergerührt. Schließlich werden Mehl und Backpulver unter die Eimasse gerührt. Als Kuchenform haben wir eine Pie-Form von 26 cm Durchmesser verwendet, die am Boden mit Backpapier ausgelegt wird, welches zuvor dem Boden der Pie-Form entsprechend zugeschnitten wurde. Die Seitenwände werden ebenso wie der Boden gut mit Butter eingefettet und der Teig wird in die Kuchenform gefüllt. Die geschälten Äpfel werden geviertelt und die Viertel auf der gewölbten Seite 0,5 cm tief eingeschnitten; die nicht gewölbte Seite wird glatt geschnitten. Die Apfelstücke werden gleichmäßig und symmetrisch auf dem Teig verteilt.
Zubereitung (2)
Gebacken wird der Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 175° C Umluft für etwa 30 min, bis die Oberfläche leicht bräunlich gefärbt ist. Der ausgekühlte Kuchen wird auf einem runden Kuchengitter 180 Grad gedreht und aus der Form genommen. Anschließend kommt er nach einer weiteren Drehung um 180 Grad auf eine Kuchenplatte und wird mit etwas Puderzucker bestreut. Dazu passt etwas Schlagsahne.
Lemon - Tart
Lemon-Tart
Das Originalrezept stammt aus dem Buch „Pies and Tarts“ von Linda Collister, publiziert 1997 im Verlag Ryland Peters & Small. Das Buch in englischer Sprache ist in der Ausgabe von 1997 heute noch im Buchhandel erhältlich. Es enthält eine Reihe weiterer sehr guter Rezepte wie der Pecan Fudge Pie, der Cherry Almond Pie und die Blueberry Cheesecake Tart. Die Lemon-Tart haben wir vielfach zubereitet und dabei das Rezept etwas abgewandelt. Die Tart ist bis heute ein Lieblingskuchen unserer Familie.
Zutaten
Für den Teig
150 g Mehl
2 Prisen Salz
2 EL Zucker
100 g kalte, in Stücke geschnittene Butter
1 Eigelb
2 EL eiskaltes Wasser
1 Eiweiß, leicht geschlagen
Für die Füllung
3 Eier
200 ml Sahne
60 g Zucker
Abrieb von 2 Biozitronen
Saft von 2,5 Zitronen
Zubereitung
Mehl, Butter, Salz und Zucker in der Küchenmaschine rühren, bis eine sandige Textur entsteht. Eigelb und Wasser hinzugeben, während die Maschine weiter rührt. Rühren und kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten im Eisschrank kühlen.
Teig auf einem leicht bemehlten Brett so ausrollen, dass ein Kreis mit einem Durchmesser von 28 cm entsteht, wenn man eine Tartform von 23 cm Durchmesser benutzt. Man braucht rundherum etwa 2,5 cm Rand. Die Tartform buttern und dann den Teig hineinlegen, so dass der Rand gerade erreicht wird. Anschließend mit der Gabel einige Male in den Teigboden stechen. Form für 15 Minuten im Kühlschrank kühlen. Dann Backpapier auf die Form legen und mit Backlinsen beschweren. Im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen bei Umluft für 15 Minuten blind backen. Backpapier und Linsen entfernen. Boden mit dem Eiweiß versiegeln und nochmals bei 155 Grad für 7-8 Minuten backen, bis er goldbraun ist.
Für die Füllung alle Zutaten per Hand mit dem Schneebesen schlagen, bis sie emulgiert sind. Wir lassen die Tart im Ofen und gießen die Füllung vorsichtig hinein. Anschließend für 25-30 Minuten bei 160 Grad Umluft backen, bis die Füllung nicht mehr flüssig ist.
Abkühlen lassen und erst dann aus der Tartform nehmen. Schmeckt bei Raumtemperatur oder im Sommer auch leicht gekühlt. Wem es zu sauer ist, der kann etwas Puderzucker auf die Tart streuen oder die Tart mit geschlagener Sahne genießen.
Die Tart ist auch ein schöner Nachtisch, da sie doch relativ leicht daherkommt.
Mürbeteig-Apfeltart
Teile des Rezepts stammen aus dem „Apfelsorten-Backbuch“ von Keda Black, erschienen im Thorbecke-Verlag 2016. Wir haben die Zubereitung in einigen Punkten verändert.
Zutaten
Mürbeteig
- 300 g Mehl
- 150 g Butter
- 1,5 Prisen Salz
- 8 g Vanillezucker
- 30 g Butter
- 3 EL Zucker
- 1/3 TL Apfelkuchengewürz (Vanille, Zimt, etc.)
Belag
- 1 kg säuerliche Äpfel, z. B. Elstar oder Renette
- 100 g Zucker
- 50 g gemahlene Mandeln
- 1 EL Zitronensaft
Zubereitung
Mehl, Salz und Vanillezucker mit Knethaken in Küchenmaschine mischen, dann kalte Butter in kleinen Stücken unter Kneten auf geringer Stufe hinzugeben, bis ein krümeliger Teig entsteht. Anschließend 4-5 EL eiskaltes Wasser vorsichtig einarbeiten, bis ein Teig entsteht, den man mit der Hand formen kann. Teig in Frischehaltefolie für 30 min in den Kühlschrank legen.
Äpfel waschen, schälen, vierteln und Kerngehäuse entfernen. mit etwas Zitronenwasser benetzen und beiseite stellen. Später die Viertel in 2 mm schmale Streifen schneiden. Schalen und Kerngehäuse von Kernen und Stielen befreien und mit 100 g Zucker sowie 200 ml Wasser und 1 EL Zitronensaft über 40 min einköcheln lassen. Absieben und bis zum leichtem Sirup einreduzieren.
Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Tartform (24 cm Durchmesser) buttern. Teig ausrollen, so dass er auf die Form passt und noch ein Rand von 3-4 cm bleibt, den man hochschlägt, damit dieser später etwa 2 cm über die Apfelfüllung ausgerollt werden kann. Teig mit Gabel am Boden ein paar Mal einstechen. Den Teig in der Form vollständig mit den Apfelspalten belegen. Teig rundum umschlagen. Teig und Füllung mit 30 g geschmolzener Butter bestreichen und anschließend mit 2 EL Zucker und 50 g gemahlenen Mandeln bestreuen.
Bei 200 Grad Umluft ca. 45 min backen, bis die Äpfel weich und goldbraun sind. Umgeschlagenen Teig und Apfelfüllung anschließend mit dem Sirup bestreichen und abkühlen lassen.
Leicht gezuckerte Schlagsahne schmeckt gut dazu.
Obst-Kuchen auf Quark-Öl-Teig
Zutaten
- 300 g Mehl
- 1 Pck. Backpulver
- 200 g Quark
- 6 EL Rapsöl
- 75 g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- ca. 1,5 kg reifes Obst
(Zwetschgen, Mirabellen, Aprikosen, etc.) - 100 g Aprikosenmarmelade
- 20 ml Mirabellenbrand
- ggf. Schlagsahne oder Vanilleeis
Zubereitung
Mehl und Backpulver in Rührschüssel mischen und die anderen Zutaten hinzugeben. Mit Knethaken auf niedriger Stufe vermengen; wenn das Mehl nicht mehr herausstäubt, kurz auf höchster Stufe zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig reicht für ein Backblech (oder für zwei mittelgroße Kuchenformen).
Zwetschgen, Mirabellen oder Aprikosen so „halbieren“, dass die Hälften noch aneinanderheften, entkernen und an dem dem Stiel entgegengesetzten Ende ca. 1 cm einschneiden. Obst eng auf dem Teig aneinanderlegen. Man kann die Hälfte des Blechs mit einer Obstsorte und die andere Hälfte mit einer anderen belegen (wie hier im Bild links mit Mirabellen und rechts mit Zuckeraprikosen; im Bild unter ist der Kuchen nur mit Zwetschgen belegt).
Bei 175 Grad Heißluft im Ofen für ca. 30 min backen. Die Aprikosenmarmelade mit dem Mirabellenbrand etwas dünnflüssiger rühren. Den Kuchen nach 30 min kurz aus dem Ofen holen und mit der vorbereiteten Aprikosenmarmelade bestreichen und nochmals ca. 10 min bei 200 Grad fertigbacken. Das Obst darf eine leichten Karamellschimmer an der Oberfläche haben. Den abgekühlten Kuchen locker mit Alu-Folie abdecken und bei Raumtemperatur einen Tag ruhen lassen. Dann schmeckt er am besten. Dazu passen Schlagsahne oder Vanilleeis.
Aprikosen-Tart mit Mürbeteig
Der Teig entspricht dem Mürbeteig im zuvor beschriebenen Rezept der Apfeltart. Nun werden für die Füllung statt der Äpfel halbierte, ungeschälte Aprikosen verwendet, die wir nicht gesüßt haben. Vor dem Backen werden Aprikosen und der umgeklappte Teigrand mit 30 g aufgelöster Butter bestrichen.
Wer es etwas süßer mag, kann die Aprikosen schon vor dem Backen mit etwas Zucker bestreuen. Wir mögen es aber eher fruchtig.
Nach 30 min Backzeit bei 190 Grad Umluft werden die Aprikosen mit einer Mischung aus 3 EL Aprikosen-marmelade, 10 g Zucker und 2 EL Grand Marnier bestrichen. Wenn man den Teigrand auch bestreicht, wird dieser beim Backen dunkler. Optisch ist es schöner, wenn man nur die Aprikosen bestreicht. Den Kuchen dann nochmals für 15 min backen.
Dazu passt leicht gezuckerte geschlagene Sahne. Vanilleeis oder Vanillesauce harmonieren auch.
Kalter Hund
Kalter Hund ist ein süßer Schokoladenkuchen, der nach Wikipedia auch Kalte Schnauze, Kalte Pracht, Kekstorte, Kellerkuchen, Kalte Torte, Schwarzer Peter, Schwarzer Hund, Kalter Igel, Lukullus, Keksmauer, Eishundkuchen, Wandsbeker Speck, Timmer Stollen oder Schichtschoki genannt wird. In der Schweiz heißt der Kuchen auch Zebrakuchen oder Schitterbiig.
Der Kuchen besteht aus in einer Schokoladen-Kokosfett-Creme aufeinander geschichteten Butterkeksen; hierzu werden in einer Kastenform nacheinander Butterkeks-Schichten ausgelegt und anschließend jeweils mit Schokoladencreme bestrichen bzw. übergossen (s. Zubereitung). Anstelle der ursprünglichen Version mit dem heute umstrittenen Kokosfett wird Kalter Hund inzwischen auch mit Kuvertüre, Sahne und/oder Eiern zubereitet. Wir bereiten den Kuchen ohnehin nur einmal im Jahr zum Geburtstag zu, so dass wir die u. g. Kokosfett-Version nehmen und den Palmfettanteil relativ geringhalten. Die mit Kokosfett zubereitete Originalversion der Schokoladenmasse ähnelt der des Eiskonfekts und nutzt wie dieses den kühlenden Effekt des Kokosfetts beim Schmelzen auf der Zunge, wodurch sich das Attribut „kalt“ in den diversen Bezeichnungen erklärt. Wir verwenden zu gleichen Teilen Vollmilch- bzw. Zartbitter-Kuvertüre und kein zusätzliches Kakao- oder Kaffee-Pulver.
Die Geschichte dieses „Kuchens ohne Backen“ lässt sich nach Wikipedia bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückverfolgen; die Firma Bahlsen gab in den 1920er-Jahren ein Rezept für einen „Schokoladenkuchen aus Leibniz-Keks“ heraus. Man kann auch Butterkekse anderer Hersteller verwenden. Heute wird in Westdeutschland der Kuchen vor allem mit der Küche der deutschen Wirtschaftswunderzeit assoziiert (www.wikipedia.de); der Kuchen war aber auch in der DDR beliebt (https://www.ddr-rezepte.de/suess/kalter-hund/).
Zutaten
- 300 g Zartbitterkuvertüre
- 300 g Vollmilchkuvertüre
- 225 g Schlagsahne
- 175 g Kokosfett
- 1,5 Pck. Vanillinzucker
- 275 g Butterkekse (ca. 32-35 Stück)
Zubereitung
Eine kastenförmige Kuchenform (bei uns 28 x 10 cm) vollständig mit Backpapier ohne Falten auslegen. Dazu das Backpapier entsprechend zuschneiden. Die Schokoladenkuvertüre fein hacken. Sahne, Kokosfett und Vanillinzucker in einem Topf bei kleiner bis mittlerer Hitze langsam erwärmen und gut vermischen. Dann die Kuvertüre bei geringer Hitze langsam hinzugeben, bis sie geschmolzen ist. Die Masse glattrühren und vom Herd nehmen, damit sie nicht zu heiß wird. Den Boden der Kuchenform mit einer 0,5 cm dicken Schicht der geschmolzenen Schokoladenmasse bedecken und mit der ersten Schicht von Keksen belegen, wobei die Schrift der Kekse nach unten weisen sollte. In unserer Kastenform benötigt man in der Länge 5 ganze Kekse, die quer und abwechselnd rechts- bzw. linksbündig gelegt werden, wobei außen eine Spalte von 0,5 cm verbleiben sollte, in die später die Schokoladenmasse hineinfließen sollte. Für den Rest muss man einige Kekse mit einem scharfen Messer passend zuschneiden und so einfügen, dass beidseits ein etwa 0,5 cm breiter Rand zum Einfüllen der Schokoladenmasse verbleibt. Dann die so gelegten Kekse erneut mit Schokoladenmasse übergießen, bis man sie eben nicht mehr sieht. Diese Prozedur fünfmal durchführen. Zuletzt die oberste Schicht mit 0,5 cm Schokoladenmasse bedecken. Der gesamte Kuchen sollte schließlich von allen Seiten mit einer etwa 0,5 cm dicken Schokoladenschicht bedeckt sein. Ein paar Mal leicht gegen die Kuchenform klopfen, so dass eventuell vorhandene Luftbläschen nach oben steigen können. Den abgekühlten Kuchen mit Alufolie abdecken und über mindestens 12 h in den Kühlschrank stellen (man kann den Kuchen auch für 1-2 Tage im Kühlschrank lassen). Das Backpapier kann man schließlich gut abziehen. Wir drehen den Kuchen dann um 180 Grad, da die unterste Schicht meist glatter ist als die oberste. Den Kuchen vor dem Servieren mit einem scharfen Tranchiermesser in 1,0-1,5 cm dicke Scheiben schneiden und davon einige noch halbieren, da der Kuchen wahrlich mächtig ist. Für größere oder mehrere Einladungen kann man die Zutaten einfach verdoppeln und zwei Kuchen herstellen. Man kann den ganzen Kuchen oder Reste davon bis zu 12 Wochen problemlos einfrieren.