Dessert 

  • Cassate al’inglese
  • Rumtopf
  • Soufflé glacé 
  • Vanillesoufflé mit Rumkirschen und Spekulatiuskrokant
  • Holunder-Sorbet
  • Erdbeereis
  • Granatapfel-Eis
  • Soufflé au Grand Marnier
  • Großmutters Himbeertraum
  • Trifle mit Syllabub
  • Käseplatte - Plateaux de Fromage 
  • Sommerlicher Obstsalat
  • Dunkelrot pochierte Äpfel
  • Gewürz-Mandarinen
  • Ambrosia gelatina tutti citrici
  • Zitronenpudding nach Jackson Pollock
  • The Rosebud

Cassate al’inglese

Zutaten

  • 2 L Vanille-Eis
  • 1 L Schokoladen-Eis
  • 200 g Zartbitterschokolade
  • je 50 g Orangeat und Zitronat
  • 80 g kandierte Kirschen
  • je 30 g Datteln und kandierte Papayas
  • 50 ml Sherry 
  • 30 ml Whiskey

 

Zubereitung

Für die Form haben wir die wie für „Kalten Hund“ genommen und mit Frischehaltefolie ganz ausgelegt, so dass man das Eis später gut aus der Form nehmen kann. Zitronat, Orangat, Cherrykirschen, getrocknete Papaya, kandierte Cranberries und Feigen klein hacken (ca. halbieren, Kirschen vierteln) und in 50 ml Sherry 1 h marinieren. 2 kg Vanilleeis anschmelzen, mit der Küchenmaschine die Früchte dann herunterrühren und die Form zu ca. ¾ füllen und für 24 h tieffrieren.

Am nächsten Tag 1 kg Schokoladeneis anschmelzen. 2-3 EL Kakoa und 30 ml Whisky mit der Küchenmaschine herunterrühren und damit die Form ganz auffüllen. Wieder 24 h tieffrieren.

Am folgenden Tag mit dunkler Schokolade überziehen und nochmals 24 h einfrieren.

Man benötigt etwa 200 g Schokolade, die kleingehackt wird. Davon 140 g im Wasserbad schmelzen und dann den ungemscholzenen Rest ohne zusätzliche Hitze langsam hinzugeben, so dass die Temperatur auf ca. 32 Grad absinkt (Thermometer nötig). Man benötigt das lange Frieren wegen des Alkohols im Eis. Reicht für 10-12 Personen.

Dazu serviert haben wir selbstgemachten Rumtopf (s. nächstes Rezept). 

kochen cassata eis icecream dessert oberhausen niederau fotografie kunstniederau foodart vera
Cassata Eis Rezept Dessert Nachspeise recipes cusine rum kochen fotografie foodart kunstniederau art vera

Rumtopf

rum plums cherries recipe cuisine Rumtopf Rum Früchte Plaumen Kirschen kochen oberhausen kunstniederau art vera
Rumtopf, Kirschen, Plaumen fotografie niederau foodart art vera

Um den Rumptopf anzusetzen, haben wir ein 7 L Steingutgefäß gekauft (s.o.). Stets nur ganz frisches Obst ohne jegliche Druckstellen verwenden, gut waschen. Begonnen haben wir im Ende Juni mit 500 g Sauerkirschen (ganz, entkernt) und 500 ml Strohrum 80 %. Anfang Juli  dann 1200 g Süßkirschen (ganz, entkernt) mit 1000 ml 40 % Rum hinzugeben. Anfang August 1200 g Plaumen (gehälftet, entkernt) mit 800 ml 40 % Rum hinzugeben. Das Ganze jeweils mit Backpapier abdecken und dieses mit etwas Rum begießen. Den Rumtopf dann mit Frischhaltefolie abdichten und bis Weihnachten im Keller dunkel und kühl ziehen lassen. Man kann auch andere Früchte verwenden (z.B. Erdbeere und Aprikose). Im Rumtopf man ich aber am liebsten Kirschen und Pflaumen.

Soufflé glacé 

Zutaten und Zubereitung für 4 Personen

  • 300 ml Milch
  • 1 EL Rum
  • 125 g Zucker
  • 2 Eiweiß
  • 250 ml Sahne
  • 3 EL Puderzucker


Die Milch erwärmen und den Rum hinzugeben, dann abkühlen lassen. Aus dem Zucker und den 4 EL Wasser einen Sirup kochen, der nicht braun werden darf. Die Eiweiße fest schlagen und langsam in den warmen Zuckersirup rühren. Die Masse abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen. Die Sahne steif schlagen. Dabei nach und nach den Puderzucker hinzufügen. Zum Schluss die Rummilch unterheben. 

Aus Backpapier Streifen schneiden, so dass jeder Streifen um ein Soufflé-Förmchen passt.  Streifen mit Tesa festkleben, so dass das Papier den Oberrand des Förmchens um 2 cm überragt und man die Masse über den Rand des Förmchen einfüllen kann. Dann sieht es später wie ein aufgegangenes Souffle aus. 

Die Sahne unter die gekühlte Creme ziehen und die Masse in Souffleförmchen füllen. Für > 6 h ins Gefrierfach stellen. Papier vorm Servieren entfernen. Dazu passen frische Früchte oder Fruchtsalat.

Rezept adaptiert aus dem Buch: „Maria Callas - Die Lieblingsrezepte der Göttlichen: Das Kochbuch“, Bassermann Verlag 2014.

Dessert Souffle Maria Callas recipes cuisine rezept kochen oberhausen foodart kunstniederau vera

Vanillesoufflé mit Rumkirschen und Spekulatiuskrokant

Silvester 2006 adaptiert von einem Rezept von Mario Kotaska

 

Zutaten für vier Personen

  • 300 g Schattenmorellen, tiefgekühlt
  • 400 g Zucker
  • 100 ml Strohrum (80 %)
  • 100 ml Kirschnektar
  • 100 ml Portwein, rot
  • 2 Orangen, unbehandelt
  • 2 Zitronen, unbehandelt
  • 1 Stange Zimt
  • 4 Vanilleschoten
  • 100 g Speisestärke
  • 200 g Gewürzspekulatius
  • 50 g Mandelstifte
  • 60 g Butter
  • 60 g Mehl
  • 360 ml Milch
  • 6 frische Eier
  • Butter und Zucker zum Ausstreichen der Schälchen


anillesoufflé Rumkirschen Spekulatiuskrokant Nachspeise Kochen KücheRezept recipes cuisine oberhausen kochen fotografie vera

Zubereitung - Vanillesoufflé mit Rumkirschen

Backofen auf 160 Grad Celsius Umluft vorheizen. Für das Kirschragout 200 g Zucker in einem Topf erhitzen und einen hellen Karamell herstellen. Mit Portwein, Kirschnektar und einem Teil Strohrum ablöschen. Orangen und Zitronen schälen und aus den Vanilleschoten das Mark auskratzen. Zimtstange und das Mark von zwei Vanilleschoten dazugeben und mit der Schale der Zitrusfrüchte aufkochen. Mit Speisestärke etwas eindicken und durchsieben. Schattenmorellen hinzugeben und abkühlen lassen.

Mandelsplitter in Pfanne leicht rösten, dann herausnehmen. In der Pfanne aus 100 g Zucker hellen Karamell herstellen. Gewürzspekulatius mit Mandelsplittern mischen und in den  Karamell fallen lassen. Auf Backpapier abkühlen und grob hacken. Zum Garnieren aufbewahren.

Butter mit Mehl anschwitzen und in einer Sauteuse leicht abbrennen (ein weißer Film soll am Topfboden entstehen). Eier trennen. Milch und estliches Vanillemark sowie zwei Schoten hinzugeben und aufkochen. Masse erkalten lassen und vier Eigelb nach und nach unterrühren. Aus sechs Eiweiß und 100 g Zucker steifen Eischnee schlagen und unterheben.

Masse in gebutterte und gezuckerte Förmchen drei Viertel hoch einfüllen und im Wasserbad im Ofen bei 160 Grad ca. 20-25 Minuten backen. Im Förmchen servieren und mit etwas Puderzucker bestäuben. Kirschragout um die Förmchen verteilen und mit Spekulatiuskrokant bestreuen.

Holunder-Sorbet

Zutaten

250 ml Holunderblütensirup
(selbst gesammelt und hergestellt, Rezept kommt)

650 ml Mineralwasser ohne Kohlensäure

20 g Honig

Saft einer Zitrone

2 EL Williamsbirnenbrand


Zubereitung

Alles zusammenrühren und 2 min aufkochen lassen. Dann 1 h im Kühlschrank abkühlen lassen und in der Eismaschine Sorbet herstellen.

Bild ist public domain. de.wikipedia.org/wiki/Datei:Sambucus_nigra.jpg

Holunder elder Sorbet Rezept recipes cuisine kochen oberhausen niederau kunst art vera

Erdbeer-Eis 

Zutaten: 750 g reife Erdbeeren, 400 ml Milch, 200 ml Sahne, 120 g Zucker, 3 frische Eier

 

Zubereitung: Eier und Zucker mit Schneebesen verrühren, Milch unterrühren und unter dauerndem Rühren erhitzen bis zum Sieden, nicht bis zum Kochen. Die Erdbeeren pürieren, ergibt ca. 500 g. Vom Püree 350 g untermischen und 150 g einfrieren, um es später zum Eis zu servieren. Alles abkühlen und für 1 h in den Kühlschrank stellen. In der Eismaschine anschließend zum Eis frieren. Das  Eis kann man mit dem Püree und kleingeschnittenen frischen Erdbeeren servieren.

Strawberries Erdbeeren Sorber Eiscreme Icecream Rezept recipes cuisine kochen oberhausen niederau kunst art vera

Der Erdbeerkorb. Jean-Baptiste Siméon Chardin. Um 1760.
Gemeinfreies Bild. de.wikipedia.org/wiki/Datei:Jean-Baptiste_Sim%C3%A9on_ Chardin_005.jpg#filelinks. The Yorck Project (2002), DIRECTMEDIA Publishing.

Granatapfel-Eis  (Premiere am 24.12.24) 


  • 100 g Zucker in 150 ml Wasser aufkochen, bis der Zucker vollkommen gelöst ist und eine Art noch recht flüssiger Sirup entsteht. Masse abkühlen lassen. 
  • 250 ml Granatapfelpüree 
  • Saft einer ½ Zitrone und 1 Limette 
  • Je 50 ml Milch und 50 ml Wasser 
  • 50 ml Granatapfel-Sirup 
  • Alle o.g. Flüssigkeiten vermischen 
  • 250 g Sahne fast steif schlagen und die zusammengerührten Flüssigkeiten unterheben. 
  • In der Eismaschine 40-45 min zu Eiscreme rühren. Es ergibt sich eine Menge, die gut in ein 900 g handelsübliches, gebrauchtes Eis-Behältnis passt; dieses kann man auch im gebrauchten Zustand gut verschließen und tiefkühlen. Vor dem Servieren muss man das Eis 10 min aus dem TK nehmen, damit es weicher wird. 
  • Zum Servieren je eine große Kugel Eis entnehmen und um die Kugel einige frische Granatapfelkerne (man kann auch tiefgekühlte nehmen) legen und mit einigen Spritzern Granatapfelsirup verzieren. 
  • Je nach Wunsch dazu geschlagene, leicht gezuckerte Sahne anbieten. 
granatapfel pomgranade eis creme icecream fruit xmas weihnachten sahne rezept recipe kunst niederau vera claus lecker dessert

Soufflé  au Grand Marnier

Zutaten für 4 Personen 

  • 25 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 5 frische Eigelb
  • 7 Eiweiß
  • 1 g Backpulver
  • 1 EL Abrieb einer Bioorange
  • 50 ml Grand Marnier
  • etwas Puderzucker


Zubereitung

Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen.  Souffléform (20-22 cm, 1.5 Liter) einbuttern und 30 g Zucker auf den Boden streuen.

Im Wasserbad Eigelb mit Schneebesen gut vermischen. Langsam 70 g Zucker hinunterrühren, bis die Masse etwas eingedickt ist. Unter sachtem dauerndem Rühren weiter erwärmen bis die Masse noch dicker wird ohne sie aber zum Sieden oder Kochen bringen. Nun Grand Marniere und Orangenabrieb hinzumischen und alles in Schüssel gießen, die ins Eiswasser gestellt wird. Die Mischung rühren bis sie kalt ist.

Eiweiß mit dem Backpulver steif schlagen. Portionsweise vorsichtig unter die Eigelbmasse heben und die Masse dann in die Souffléform füllen, so dass noch 4-5 cm unter dem Rand freibleiben. Evtl. Dekorationsfurche auf der Oberfläche ziehen, wobei die Furche etwa 2 cm tief und 2 cm vom Rand entfernt verlaufen sollte. Etwa 25-30 min bei 200 Grad Umluft im Backofen backen, bis sich das Soufflé sich über den Rand des Form erhebt und auf der Oberfläche leicht gebräunt ist. Backofentür zwischendurch nicht öffnen. Sofort servieren. 

Man kann auch 4 kleine Souffléförmchen statt einer großen nehmen. Das Soufflé schmeckt auch mit Cointreau oder als Zitronen-Variante ohne Alkohol.

 

Bilder gemeinfrei als public domain. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lemon_Souffl%C3%A9.jpg#/media/File:Lemon_Soufflé.jpghttps://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dresdner_Journal_1906_001_Marnier.jpg

souffle grandmarniere orange apselsine cousine cusine küche rezepte oberhausen niederau vera
souffle grandmarniere recipe rezept oberhausen cousine dessert kochen vera

Großmutters Himbeertraum

Zutaten für 6 - 8 Personen

  • 400 g Sahne
  • 500 Joghurt 3,5%
  • 500 g Magerquark
  • 250 g Baiser 
  • 800 g TK-Himbeeren
  • 100 g frische Himbeeren
  • 2 Päckchen Vanillezucker

 

Zubereitung

Sahne steif schlagen. Quark und Joghurt mit Vanillezucker in einer großen Schüssel glattrühren, danach Schlagsahne unterheben. Baiser grob zerbröseln, vorher ca. 50 g beiseitelegen. 

In einer großen Glasschüssel abwechselnd Baiser, gefrorene Himbeeren und Quark-Joghurt-Sahne schichten, bis alles verbraucht ist. Dabei mit Quarksahne abschließen. In unser Schüssel (s. Bild) haben wir die drei Zutaten je zweimal geschichtet. Mindestens drei Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Vor dem Servieren frische Himbeeren waschen. Himbeertraum mit den Beeren und dem nicht zerbröselten Baiser garnieren.

 

kunst niederau basier himbeer traum dessert sahne joghurt quark lecker rezept tief gefroren schicht  rasberry großmutter
kunst niederau basier himbeer traum dessert sahne joghurt quark lecker rezept tief gefroren grand mother rasberry großmutter
kunst niederau basier himbeer traum dessert sahne joghurt quark lecker rezept tief gefroren cream rasberry großmutter
kunst niederau basier himbeer traum dessert sahne joghurt quark lecker rezept tief gefroren vanille rasberry großmutter

Trifle mit Syllabub 

Die heutige Form des Trifle entstand im 18. Jahrhundert; es wurde zubereitet aus mit Alkohol getränktem Biskuit und Custard sowie einer Schicht Syllabub, die später durch Schlagsahne oder Creme ersetzt wurde. Trifle ist unbedingter Bestandteil des Burns Supper, das am 25. Januar zum Geburtstag des schottischen Dichters Robert Burns zelebriert wird. Syllabus wurde als englisches Dessert im 17. Jahrhundert  populär. Madeira, Sherry oder Weißwein wird mit Zitronensaft und  Zesten der Zitronenschale aromatisiert und mit Zucker gesüßt. Unter diese Masse wird Sahne gehoben. Das Wort Trifle stammt vom mittelenglischen Wort „trufle“, das zurückgeht auf das französische „trufe“; es bedeutet Kleinigkeit. Die Wahrheit sieht ganz anders aus: Trifle mit Syllabub ist die ultimative Süßspeise. 

Trifle wird traditionell in großen Glasschalen oder -schüsseln serviert, damit man die verschieden-farbigen Schichten gebührend bewundern kann. Die mindestens drei Schichten eines Trifle bestehen aus Biskuit, der mit Sherry, Whisky, Likör, Madeira oder Fruchtsaft beträufelt wird. Statt Biskuit schmecken auch anderer Rührteig, Cookies und Shortbread (beim Shortbread würde man natürlich Whisky verwenden). Auf der Biskuit- oder Keksschicht werden die Früchte verteilt. Im Sommer schmeckt ein Trifle toll mit frischen Erdbeeren, Blaubeeren oder Himbeeren, im Herbst oder Winter kann Birnen, Äpfel oder Preiselbeeren verwenden. Darauf folgt je nach Rezept eine Schicht Vanille-Pudding, Quark- oder Schmandcreme. Den krönenden Abschluss bildet eine Schicht Schlagsahne, die nach Belieben mit Früchten, Mandeln, Nüssen, Schokostreuseln o. a. verziert wird. Bei der jetzigen Kombination besteht die oberste Schicht allerdings aus Syllabub und nicht aus Schlagsahne.

Vom Trifle gibt es ungezählte Variationen mit verschiedenen Schichten, Kuchen, Puddings, Cremes, Alkoholika und Früchten. Alleine bei www.chefkoch.de sind 165 Rezepte aufgelistet. Ich habe das Rezept zum ersten Mal 1977 zubereitet nach Rezepten aus dem Buch: Die Küche der Britischen Inseln. Internationale Speisekarte. Time Life Verlag 1977. Hier die etwas abgewandelten Originalrezepte:

Trifle pudding syllabub dessert Erdbeeren Himbeeren Sahne  Biskuit Kuchen Küche Oberhausen nachtisch vera

Leider habe ich von meinem Trifle kein Foto: Deshalb hier ein gemeinfreies: Dlublink CC BY 3.0, public domain. https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12338699

Zutaten für Trifle (mit Sahne)

  • 250 g Biskuit, gebacken
  • 3 EL Konfitüre Himbeerkonfitüre
  • 120 g Mandeln, gebrüht, abgezogen und halbiert 
  • 150 ml Sherry, medium dry
  • 2 EL Cognac 
  • 30 g Zucker 
  • 200 g Himbeeren, frisch oder tiefgekühlt und aufgetaut
  • ½ Liter Vanillepudding (z. B. von Oetker)
  • 250 ml Schlagsahne

 

Zubereitung des Trifle

Biskuit in 2 cm dicke Scheiben schneiden, Oberseite mit der Marmelade bestreichen und eine tiefe Glasschüssel damit auslegen; dann die Mandeln darüber streuen und mit Sherry und Cognac tränken und 30 min durchziehen lassen. Jetzt Vanille-Pudding kochen und abkühlen lassen. Die Himbeeren auf den Kuchen geben. Die schönsten Beeren zum Garnieren zurückhalten. Pudding noch lauwarm über die Früchte gießen. Abkühlen lassen. Sahne mit Zucker steif schlagen. 
Die Hälfte der Sahne auf dem Pudding verteilen, den Rest mit Spritztülle zum Verzierungen aufspritzen. Mit den restlichen Himbeeren verzieren. Man kann auch mit anderen Früchten verzieren z.B. sehen abwechselnd Himbeeren und Brombeeren sehr gut aus. Gleich servieren oder im Kühlschrank kaltstellen.

Jamie Oliver hat in seinem Weihnachts-Kochbuch eine interessante Rezeptvariante, das er Retro-Trifle nennt. Ich werde dieses Rezept bald einmal ausprobieren. Es besteht - wie der tradionelle Trifle - aus Biskuitboden,  Vanillepudding und Sahne sowie aus mehreren Schichten von verschiedenem Obst und verschieden-farbigem Wackelpudding. Sieht sensationell aus. Man kann für Kinder auch den Alkohol weglassen und den Biskuit mit Fruchtsaft tränken.

Wenn man Trifle mit Syllabub macht, ersetzt der Syllabub die Sahne. Dies ist dann das ganz traditionelle Rezept, wie es hier beschrieben ist.


Zutaten für den Syllabub

  • 60 Madeira
  • 1 TL Cognac
  • 2 EL Zironensaft
  • grober Abrieb einer Zitrone
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Muskatnuss
  • ¼ TL Mandelextrakt
  • 90 g Zucker
  • 400 ml süße Sahne


Zubereitung des Syllabub

Madeira, Cognac, Zitronensaft und Zitronenabrieb 1 h ziehen lassen. Dann den Zucker darin auflösen, Muskatnuss, Mandelextrakt und Zimt dazugeben und von Hand die Sahne einschlagen, bis eine lockere Creme entstanden ist. Der Syllabub soll ganz fest aber nicht ganz so steif wie Schlagsahne werden. Man sollte vorsichtig mit der Hand unterschlagen, damit die die Sahne trotz der Säure nicht gerinnt und man rechtzeitig merkt, wann man aufhören muss. Vor dem Servieren 30 min kalt stellen.

 Plateaux de Fromage 

Käse fromage paris weichkäse rezept oberhausen niederau küche kochen paris vera

Die beste Käseplatte?  

Die Antwort:  Den Käse in Frankreich kaufen.

Obstsalat Fruchtsalat Früchte Aprikosen Niederau Oberhausen Rezepte Sommer Obst Erdbeeren Brombeeren Ananas Pfirsich Zitrone

Sommerlicher Obstsalat

Obstsalat wird aus verschiedenen frischen Früchten zubereitet und sollte am gleichen Tag verzehrt werden. Die Früchte können mit Zucker, Zitrone und Edelbränden mariniert oder sogar mazeriert werden. Man kann auch zerkleinerte Nüsse oder kleingeschnittene Trockenfrüchte hinzufügen. Zur Vorbereitung werden die Früchte gesäubert, gegebenenfalls geschält und entkernt. Dann wird das Obst in etwa gleich große Würfel oder Scheiben geschnitten, ich mag am liebsten schmale Scheiben von 2-3 cm Länge. Man kann natürlich fast alle frischen Obstsorten benutzen. Hier ein sommerliches Rezept, wie wir es mehrfach in der Woche morgens oder mittags zubereiten. Abends ist meist nichts mehr übrig. Im Sommer sind dies meine Lieblingsfrüchte für einen frischen Obstsalat:

 

Zutaten für 6 Portionen

  • 1/3 Ananas (die anderen 2/3 kann man an den beiden folgenden Tage benutzen, den noch nicht zerschnittenen Ananasrest im Eisschrank unter Folie aufbewahren)
  • 2 Pfirsiche
  • 3 Aprikosen
  • 150 g Erdbeeren
  • ½ Banane
  • 1 Birne
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 ½ TL Zucker
  • 100 g Blaubeeren
  • 50 g Brombeeren

 

Zubereitung

Zunächst Pfirsiche, Aprikosen, Erdbeeren, Birne, Zitronensaft und Zucker mischen und für 1-2 h marinieren. Dann Banane untermischen und mit den Blau- und Brombeeren garnieren. Dazu passen Vanilleeis und Schlagsahne. Man kann zum Obstsalat vor dem Marinieren auch 1-2 EL eines Obstbrandes hinzufügen. Unsere Familie mag dies aber nicht so sehr. Im Herbst bieten sich Äpfel und halbierte, entkernte Weintrauben als weitere Bestandteile an. Für einen exotischen Fruchtsalat benutzen wir Ananas, Papaya, Honigmelone, Mandarine, Banane und Mango. Statt Zitronensaft passt Limettensaft. Hierzu schmeckt auch etwas frische Vanille oder Vanillezucker (statt dem normalem Zucker).

Dunkelrot pochierte Äpfel

Zutaten für 8 Personen

  • 8 kleine säuerliche, feste Äpfel 
  • 300 ml Portwein (rot)
  •  300 ml Rotwein
  • 300 ml Bessengenever
  • 300 ml Johannisbeernektar
  • 200 ml Wasser
  • 150 g Zucker
  • 2 Gewürznelken
  • 1 TL Apfelkuchengewürz
  • 1 Tl Speisestärke
Apfel Äpfel Pochieren pochierte Portwein Cassis Rotwein Johannisbeeren Bessengenever rezept dessert Niederau vera cuisine
Äpfel apfel pochierte rot dunkelrot foodart kunst Cassis Rezept desssert nachtisch Rezept Niederau oberhausen Küche Kochen
rot pochierte Äpfel apfel rezept beilage dessert cuisne Küche Cassis portwein porto niederau oberhausen foodart vera

Zubereitung der dunkelrot pochierten Äpfel

Der Topf sollte so breit sein, dass alle Äpfel gerade eben nebeneinander hineinpassen. Das kann man besser zu Beginn mit den ungeschälten Äpfeln ausprobieren. Äpfel schälen, Stiel und Kern aber belassen. Unter am Apfel einen ganz schmalen Streifen abschneiden, so dass die Äpfel besser stehen. Portwein, Rotwein, Bessengenever, Johannisbeernektar und 200 ml Wasser mit Zucker, Nelken und Gewürz im Topf kurz aufkochen und 5 Minuten bei milder Hitze kochen. Geschälte Äpfel in den Sud geben und mit einem passenden flachen Teller so beschweren, dass sie komplett von der roten Flüssigkeit bedeckt sind. Bei mittlerer Hitze 25 Minuten bis kurz vorm Siedepunkt garen. Äpfel im Topf abkühlen und über Nacht im Fond ziehen lassen. Vor dem Servieren den Topf wieder erwärmen, aber nicht bis zum Siedepunkt. 250 ml vom Sud in einen anderen Topf geben, aufkochen und auf die Hälfte reduzieren. Zum Schluss mit etwas Speisestärke binden. Die warmen jetzt dunkelroten Äpfel aus dem Topf nehmen, abtropfen lassen, auf den Teller stellen und mit heißem, angedickten Sud übergießen. Wir haben die Äpfel zu Rinderschmorbraten und Klößen als warme Beilage serviert. Passen würden die Äpfel sicher auch als Nachtisch kalt wie warm z. B. mit Vanilleeis.

rot pochierte Äpfel portwein dekoration gedeckter tisch Braten Klöße Rezepte Niederau Küche Kochen vera
Gewürz mandarinen claus vera niederau kunst kochen weihnachten gewürze likör orange zitronen rezept recipe dessert kochen art

 Gewürz-Mandarinen 

 Zutaten für 4 Beilagen  

  • 4 Mandarinen 
  • 60 g Zucker 
  • 1 Messerspitze arabisches Kaffeegewürz 
  • ¼ TL Apfelkuchengewürz 
  • etwas frischer Zitronensaft 
  • 350 ml Mandarinensaft 
  • 20 ml Orangenlikör

 

Zubereitung 

60 g Zucker hellbraun karamellisieren, mit 350 ml Mandarinensaft und 20 ml Orangenlikör ablöschen und mit weihnachtlichen Gewürzen abschmecken. Wir haben einen ¼ TL Apfelkuchengewürz und 1 Messerspitze arabisches Kaffeegewürz verwendet. Mit einigen Spritzern Zitronensaft abschmecken und um 1/3 auf dem Herd reduzieren. In den warmen Sud sauber präparierte Filets von 4 Mandarinen hineinlegen und einige Stunden marinieren. Diese schmecken zu Vanilleeis und -sauce oder zu Schokoladendesserts.

Ambrosia gelatina tutti citrici

 Zutaten für 8 Personen

  • 3 Kardamomkapseln
  • 30 g frischer Ingwer 
  • 240 g Zucker
  • 220 ml Weißwein
  • 20 ml Grand Marnier
  • 12 Blätter weiße Gelatine
  • 80 ml Zitronensaft
  • 100 ml Grapefruitsaft
  • 80 ml Limonensaft
  • 640 ml Mandarinensaft


Säfte aus frisch gepressten Früchten

Zubereitung

Für die Götterspeise Kardamomkapseln zerdrücken. Ingwer schälen und in kleine Würfel schneiden. Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren und mit Weißwein ablöschen. Kardamom und Ingwer zugeben. Bei mittlerer Hitze auf die Hälfte einkochen lassen, am Ende Grand Marnier hinzufügen. Danach die Flüssigkeit durch ein feines Sieb in ein anderes Gefäß gießen. Gelatine in kaltem Wasser für 5-10 min einweichen, ausdrücken und in der noch heißen Flüssigkeit auflösen. Mit dem Früchtesaft auffüllen und nochmals durch ein feines Sieb gießen. Danach die Flüssigkeit entweder in eine große Glasschale (Inhalt > 1 L) füllen oder je ca. 100-120 ml in 8 Cocktailgläser. Mindestens 6 h, am besten aber 24 h im Kühlschrank kaltstellen. Je nach Gusto kann man den Säuregehalt anpassen, in dem man den Anteil an Zitrone- und Limone verändert und mit dem süßeren Mandarinensaft korrigiert, so dass das Gesamtvolumen gleichbleibt. Die Idee zu diesem Dessertrezept haben wir aus der zeitschrift Essen und Trinken bekommen. Das dortige Rezept ergibt eine sehr saure Variante, die wir erheblich verändertt haben. Die uns bisher am besten schmeckende Variante (s.o.) haben wir zum Silvester-Dinner 2022 gemacht. Dazu schmeckt Vanillesauce oder auch frisch geschlagene, leicht gezuckerte Sahne. 
Götterspeise wird in Deutschland auch Wackelpudding oder Welfenspeise genannt, Ambrosia oder Gelatina sind italienische Übersetzungen, die wir hier gewählt haben, da die Zitrusfrüchte halt dorf und nicht in Deutschland wachsen. Die klassischen deutschen Varianten schmecken in Grün nach Waldmeister und in Rot nach Himbeeren.

Lemon Pudding nach Jackson Pollock

Paul Jackson Pollock wurde 1912 in Wyoming geboren. Er gilt als bedeutender Vertreter des  abstrakten Expressionismus  der New York School, bekannt vor allem aufgrund der von ihm begründeten Stilrichtung des  Action Painting. Seine im Drip-Painting angefertigten großformatigen Werke brachten ihm den Spitznamen „Jack the Dripper“ ein. Seine Zeitgenossen schätzten ihn für sein sehr kompromissloses Engagement für die Malkunst. Sein Werk hatte enormen Einfluss auf viele Kunstströmungen in den USA. Er ist der erste amerikanische Maler, der schon zu Lebzeiten mit den großen europäischen Künstlern der Moderne auf eine Stufe gestellt wurde.

Jackson Pollock studierte Kunst von 1925 bis 1931 zunächst in Los Angeles und anschließend in New York. Danach folgten Aufenthalte in den Weststaaten und bei den Navaho-Indiandern, bevor er 1935 nach New York umzog und dort als Künstler arbeitete. Mit einem Bericht im Magazin  Life wurde er 1949 zum dem jungen Maler der USA. Man begann, ihn im beginnenden Kalten Krieg als Botschafter des wilden, demokratisch-freiheitlichen Amerikas zu verkaufen.

Jackson Pollock schuf in den wenigen Jahren zwischen 1946 und 1951 ein geschlossenes und außerordentlich innovatives Werk. Die Auseinandersetzung mit der europäischen Moderne, dem Kubismus und dem Surrelalismus erweiterte sein Spektrum, ohne dass er schon zu einem eigenen Stil fand. Auch die freien Farbverläufe von Miro beeinflussten ihn ebenso wie die Werke von Picasso. Pollock malte in dieser Zeit expressive Bilder mit indigenen Motiven. Ähnlich wie der Kubismus von Braque und Picasso von den afrikanischen Skulpturen ausgeht, bezog sich Pollock auf indianische und Eskimo-Motive. Ihn interessierte bei seiner Auseinandersetzung mit C. G. Jung die These, das Unbewusste sei die Quelle der Kunst. In den mythologischen, totem-artigen Zeichen der Indianer sah er die Verbindung von Unbewusstem und künstlerischem Ausdruck. Bei den 1943 entstandenen Bildern Die Wölfin und Die Hüter des Geheimnisses brachte Pollock individuelle Zeichen auf die Leinwand, die frei verstreut scheinen. Es sind aber sehr konzentrierte Bilder, die die Summe seiner künstlerischen Erfahrungen ausdrücken und zu meinen Lieblingsbildern zählen. Den Wendepunkt hin zum abstrakten Werk markiert das Bild Birth von 1941. Hier dominiert zwar das Motiv einer Inuit-Maske und die Komposition steht noch in formaler Nähe zu Picasso, doch der dicke pastöse Farbauftrag nimmt schon materielle Aspekte seiner späteren Werke vorweg. 1943 nahm Peggy Guggenheim Pollock unter Exklusivvertrag für ein monatliches Salär von 150 Dollar und stellte seine Werke in ihrer Galerie in New York aus. Diese waren noch surrealistisch orientiert und folgten der Écriture automatique, einer vom Willen abgelösten quasi automatischen Malerei, in der sich die innere Welt des Künstlers spiegeln sollte. Über diese malerische Haltung gelang Pollock schließlich zu seinem persönlichen Stil. Er wandte sich ab vom Figurativen und allen Elementen mit Bezügen zur Wirklichkeit.
Ab 1946 entwickelte Pollock die Dripping-Technik: er ließ Farbe auf die auf dem Boden liegende Leinwand tropfen und fließen, schüttete und spachtelte, so dass sich Strukturen und Muster bildeten. Damit schrieb er Kunstgeschichte und wurde zum bedeutendsten amerikanischen Künstler der Moderne. Wie bei allen Künstlern des Action Painting steht der Fertigungsprozess des Kunstwerkes im Vordergrund. In einem Dokumentarfilm gab Max Ernst zu Protokoll, dass er Pollock auf die Idee der „dripping paints“ gebracht habe.
Ab 1950 wandelte sich Pollocks Stil noch einmal: Er schuf große Kompositionen in Schwarzweiß, überzog weiße Leinwände kreuz und quer mit braunen und schwarzen Farblinien. 1950 fotografierte der Fotograf Hans Namuth den Künstler bei seiner Arbeit im Atelier. Diese in einer amerikanischen Kunstzeitschrift veröffentlichte Fotoserie wurde legendär und begründete den Mythos Pollock. 1954 gab Pollock das Malen nach einem Rückfall in den Alkoholismus auf. Er starb 1956 bei einem Autounfall.

1964 erwarb Werner Schmalenbach das zuvor von Pollock auf der Documenta ausgestellte Gemälde No. 32 für die Kunstsammlung NRW zum Preis von 650.000 DM, ein Preis, der damals Aufsehen und enorme Kritik hervorrief. Retrospektiv war das ein absolutes Schnäppchen, denn Polloks Gemälde No. 5 wurde später für 140 Millionen Dollar verkauft. 

Weniger bekannt ist Polloks Leidenschaft für das Kochen und Essen. Überliefert sind mehr als 50 handgeschriebene Rezepte, die teilweise im Buch "Dinner with Jackson Pollock" publiziert sind. Ein Teil der Rezepte stammt auch von seiner Frau Lee Krasner, mit der er seit 1945 verheiratet war. Mit ihr hatte er auch eine Ateliergemeinschaft; viele Bilder stammen aber auch aus der gemeinsamen Küche. Seine Rezepte hat er mit viel Liebe zum Detail niedergeschrieben – auf unliniertem Papier mit allen Zutaten und genauer Anleitung. Viele Gerichte spiegeln Abschnitte aus Pollocks Leben wider:  Die Beziehung zu seiner Frau, Bekanntschaften mit anderen Künstlern und auch seine Familiengeschichte. Schon in seiner Kindheit hatte das Essen eine große Rolle gespielt. Sein Vater war Farmer und wohl deshalb stammen die meisten Zutaten aus dem heimischen Garten. Seine Mutter Stella versuchte auch zu Kriegszeiten, ihren fünf Söhnen und ihrem Mann etwas Schönes auf den Teller zu zaubern – ihr Motto: Beauty and Art on the Table. So kommt man beim Nachkochen der Rezepte seinem Leben ein kleines Stück näher – eine Geschichte, die durch den Magen geht. Heute haben wir uns seinen Lemon-Pudding zum Dessert ausgewählt; man isst ihn am besten lauwarm. Hierzu gibt es ein Macadamia-Eis aus den USA und schöne Himbeeren, denn es gilt das Motto: Beauty and Art on the Table.

 

Zutaten

  • 60 g Butter
  • 1½ Tassen Zucker
  • 1 Zitrone unbehandelt
  • 3 Eier
  • 60 g Mehl
  • 1½ Tassen Milch
  • 150 ml  Zitronensaft


Zubereitung 

Die Zitronenschale einer Zitrone abreiben. Butter, Zucker und geriebene Zitronenschale mit einem Mixer verrühren. Das Eiweiß vom Eigelb trennen. Eigelb zur Buttermasse geben und zusammen rühren. Mehl, Milch und Zitronensaft hinzufügen. Alles gut rühren. Die Eiweiße separat in einem Rührbecher mit einem Mixer zu festem Eischnee schlagen. Den Eischnee vorsichtig in die Zitronenmasse unterheben. Den Pudding in eine oder mehrere Formen hineinfüllen. Die gefüllten Formen in Wasserbad mit fast kochendem Wasser stellen. Pudding in einem auf 180 ° C vorgeheizten Ofen 45 min backen; die Ofentür auf keinen Fall zwischendurch öffnen. Der Pudding muss von oben leicht gebräunt sein - dann ist er fertig.  Den Pudding mit etwas Puderzucker bestäuben und mit Beeren servieren. 

kunstniederau cooking küche rezepte pudding lemin zitrone jackson pollock maler action painting backen baking food art vera

The „Rosebud“ 

 variiert nach Alain Passards "La tarte bouquet de roses" 

Zutaten für 4 Apfelrosen 

  • Blätterteig 250 g (TK oder frisch) 
  • 2 Äpfel mit intensiv roter Schale 
  • 1 EL Zitronensaft in 1 Tasse Wasser 
  • Aprikosenmarmelade  


Zubereitung der Apfel-Blätterteig-Rosen
Äpfel entkernen und halbieren, nicht schälen. Mit einem scharfen Messer in sehr feine Scheiben schneiden. Apfelscheiben ins Zitronenwasser legen, damit sie nicht braun werden. Dann die Scheiben im Zitronenwasser für ca. 60-90 Sekunden in der Mikrowelle erhitzen, damit sie für das spätere Rollen etwas weicher werden und nicht so leicht brechen. Den Blätterteig ausrollen, in 4-5 Streifen schneiden und mit etwas Marmelade bestreichen. Die Apfelscheiben abtropfen und trockentupfen sowie anschließend 1-2 cm überlappend auf die Blätterteigstreifen legen. Die abgerundete Seite der Apfelscheiben - also das Halbrund mit roter Schale - soll ca. 2 cm über den Blätterteigrand herausschauen. Die Apfelscheiben dann zu Rosen zusammenrollen. Die zusammengerollten Rosen einzeln in leicht gebutterte/gefettete Muffinförmchen geben und für 30-35 Minuten bei 180°C Umluft backen. Wir haben dazu Vanilleeis und Rumtopf gereicht, es passen sicher auch Vanillesauce und frische Früchte. 


Tarte "Bouquet de roses"
Alain Passard ist ein französischer Koch, dem das Pariser Restaurant L'Arpège gehört (1-2). Seit 1996 besitzt das L'Arpège ununterbrochen drei Michelin-Sterne (3). Alain Passards Küche konzentriert sich fast 20 Jahren auf Gemüse. Für seinen Beitrag zur französischen Kultur erhielt er mehrere Auszeichnungen. Netflix widmete ihm 2016 eine Episode in der Serie Chef's Table (4). Nach meinen Recherchen kreierte Alain Passard das Rezept  "La tarte bouquet de roses" im September 2013. Es gibt inzwischen zahllose Variationen nicht nur dieser Apfeltarte, sondern auch der einzelnen Apfelrosen, die einige Rosebuds (Apfelknospen) nennen. Alain Passard erklärt die Entstehung der "La tarte bouquet de roses"  auf Youtube (5). Im Originalrezept werden mehrere einzelne Apfelrosen auf einen Tarteboden gelegt. Einzelne dieser Rosebuds sind aber auch ohne die Tarte ein Dessert, das nicht nur wunderbar anzusehen ist, sondern auch sehr gut schmeckt. Wir haben es 2018 zum ersten Mal probiert und es hat auf Anhieb funktioniert. Das weiter unten zu sehende Foto stammt vom ersten Versuch; im Übrigen schmeckte die Apfelrose so gut wie sie aussieht. Die Entstehung kann man auf Youtube gut nachvollziehen. 


Rosebud (Rosenknospe) ist das Schlüsselwort im Film "Citizen Kane", der 1941 von Orson Welles gedreht wurde (6). Rosebud ist das rätselhafte letzte Wort des sterbenden Kane zu Beginn des Films und Ausgangspunkt für die folgende Handlung, die das Leben des fiktiven Medienmagnaten Kane schildert. Als Vorbild diente der US-Verleger William Randolph Hearst. Der Film gilt als Meilenstein der Kinogeschichte und einer der besten je gedrehten Filme (7-8). 


Literaturhinweise 

1. http://www.alain-passard.com/en/
2. https://de.wikipedia.org/wiki/Alain_Passard
3. https://www.restaurant-ranglisten.de/restaurants/details/arpege/
4. https://www.netflixreleases.com/person/alain-passard/
5. https://www.youtube.com/watch?v=ApaWfFIwI4g
6. https://de.wikipedia.org/wiki/Citizen_Kane
7. AFI's 100 Years … 100 Movies. American Film Institute
8. Cahiers du cinéma’s 100 Greatest Films. Filmdetail.com

Rosebud AlainPassards tarte bouquet roses Apfelrosen Nachspeise Rezept Küche Kochen oberhausen niederau vera